18. 03. 2020
Tipps zum richtigen Lüften

Richtig lüften im Haus: So geht’s

Tipps zum richtigen Lüften
Regelmäßiges Stoßlüften sorgt für ein gesundes Wohnklima. © VELUX
Richtig Lüften im Winter
Auch im Winter ist regelmäßiges Lüften unerlässlich. © Roto
Richtig Lüften im Sommer
Im Sommer sollten sie erst nach Anbruch der Dämmerung stoßlüften. © Roto

Herrscht “dicke Luft” im Haus, fühlen wir uns schlapp und wenig leistungsfähig. Nicht nur deshalb ist regelmäßiges Lüften wichtig: Denn einerseits verbessert die Frischluft-Zufuhr das Wohnklima, andererseits kann man so Schimmelbildung vermeiden. Wie oft sollte man also lüften und wie lange? Wir zeigen, was Sie beachten müssen.

Schimmelbildung durch Lüften vermeiden

Ein 4-Personen-Haushalt produziert rund 12 Liter Feuchtigkeit am Tag, die sich in der Raumluft anreichert. Besonders durchs Duschen, beim Kochen oder Wäsche trocknen entsteht viel Feuchtigkeit. Diese muss durch korrektes Lüften aus der Wohnung, da sonst die Gefahr von Schimmelbildung besteht.

Wieso entsteht Schimmel durch feuchte Luft?

Wird die Luftfeuchtigkeit nicht nach draußen abgeleitet, schlägt sie sich an kalten Stellen im Haus nieder. Gerade im Winter sind solche „feuchten Stellen”, häufig an Fensterrahmen, kalten Außenwänden oder Ecken, der ideale Nährboden für Schimmel. So kann sich der Schimmel oft unbemerkt im Haus ausbreiten. Übrigens: Auch wenn kein sichtbares Kondenswasser da ist, kann die Luftfeuchtigkeit dennoch zu hoch sein.

Schimmel: Vermeidbar durch korrektes Lüften

Durch regelmäßiges Lüften sinkt die Luftfeuchtigkeit und dem Schimmel wird die Grundlage entzogen. Am einfachsten können Sie die Feuchtigkeit durch ein Hygrometer messen, das Sie an einem der feuchtesten Räume im Haus (z.B. Bad oder Küche) anbringen. Die relative Luftfeuchtigkeit im Raum sollte dabei durchgehend 40 - 60 % betragen.

Kurze Ausschläge nach oben, z.B. direkt nach dem Duschen, sind unproblematisch: Die können Sie durch sofortiges Lüften wieder ausgleichen.

Wie oft sollte ich lüften?

Um das Raumklima und die Luftfeuchtigkeit im optimalen Bereich zu halten, sollten sie 2 bis 4 Mal täglich jeweils 5 bis 10 Minuten lüften. Am besten ist dabei das Prinzip des „Zuglüftens”: Öffnen Sie alle Innentüren und die Fenster aller Räume - so entsteht Luftzug. Dadurch wird die Luft zum einen schneller ausgetauscht, zum anderen wird Feuchtigkeit gleichmäßig in der Wohnung verteilt.

In „feuchten” Räumen wie Bad und Küche können Sie zusätzlich direkt nach dem Kochen oder Duschen die Fenster 5 - 10 Minuten öffnen. So kann sich Feuchtigkeit gar nicht erst festsetzen.

Lüften während der Heiz-Saison im Winter

Gerade im Winter sollten Sie darauf achten, wirklich nur stoßweise Frischluft ins Haus zu lassen. Über Stunden gekippte Fenster sorgen für erhöhte Heizkosten, tauschen aber wenig Luft aus. Lassen Sie im Winter die Fenster jeweils nur ca. 5 Minuten geöffnet. Das reicht völlig aus, da der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur relativ groß ist.

Auch wenn es kalt ist: Lüften Sie mindestens zweimal täglich, nämlich morgens nach dem Aufstehen und Abends vor dem zu Bett gehen.

Während die Fenster geöffnet sind, sollten Sie die Heizung kurzzeitig herunterdrehen. Lassen Sie die Heizung während der Wintermonate auch in unbewohnten Räumen zumindest auf „Stern” bzw. aktivieren Sie den Frostwächter: Denn in ungeheizten Räumen kann sich die Feuchtigkeit an den Wänden niederschlagen und es droht Schimmelbildung.

Richtig Lüften im Sommer

Im Sommer können Sie die Fenster beim Stoßlüften etwas länger offen lassen. Bis zu 30 Minuten sind empfehlenswert. Den ganzen Tag die Fenster gekippt zu lassen, bringt auch im Sommer nichts: Öffnen Sie die Fenster besser direkt morgens für 30 Minuten und schließen Sie dann die Rolläden, damit sich die Raumluft nicht zu sehr aufheizt.

Bei Einbruch der Dunkelheit lüften Sie dann erneut, um die kühlere Nachtluft ins Haus zu lassen. Am kühlsten ist die Luft dabei zwischen Mitternacht und 3 Uhr Nachts.

Achten Sie im Sommer besonders auf effektiven Insektenschutz am Fenster - so haben Stechmücken keine Chance, während des Stoßlüftens ins Haus zu kommen.

Lüften mit Smart Home Unterstützung

Nicht zu Hause? Keine Lust, täglich die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu kontrollieren? Dann ist vielleicht eine Smart Home Lösung das Richtige für Sie. Feuchtigkeits- und CO2-Sensoren an den Fenstern erkennen automatisch, wenn die Raumluft verbraucht ist und kümmern sich selbstständig um den Luftaustausch.

Interesse? Dann lassen Sie doch sich von einem BAUWIKI-Fachbetrieb in Ihrer Nähe zu diesem Thema beraten.